An interdisciplinary Leuchtturm-Project
of the Koeln International School
of Design and the Department
of Architecture in Cologne, Germany, initiated by Dr. Florian Dombois,
researcher at Fraunhofer Institute
Die wesentlichen Charakteristika eines Erdbebens sind die Anstauung und die
plötzliche Freigabe von Energie zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt.
Zentrales Element der Installation ist eine sich mit Wasser füllende
Gummiblase, die in einer ringförmigen Halterung knapp unter der Decke
des Raumes angebracht ist. Über einen Schlauch wird einer Kautschukmembran
in unregelmäßigen Abständen Wasser zugeführt. Dieser
Vorgang wird über einen Bewegungsmelder ausgelöst, der auf einem
nahe gelegenen Trottoire installiert ist. Jedesmal wenn einn Fußgänger
vorübergeht, wird ein Magnetventil etwa 5 Sekunden lang geöffnet
und 2-3 Liter Wasser gelangen in die Blase.
Über einen Magnettonabnehmer werden die hörbaren Schwingungen der
Kautschukmembran abgenommen und verstärkt. Diese Klänge wiederum
steuert eine Computeranimation der Software MaCthugha
1.0, die via Beamer über einen Umlenkspiegel in die Blase projiziert
wird. Farben und Formen der Animation verändern sich dynamisch mit den
entstehenden Geräuschen.
Die Besucher des Events waren zunächst verunsichert. Allmählich
fassten sie Vetrauen zu dem Objekt und begannen mit der Blasen zu spielen,
indem Sie darauf herumklopften. Mit der Blase vergrösserte sich auch
die Anspannung der Besucher, die das unvermeidliche (?) Platzen erwarteten.
Die Spannung entlud sich mit dem Aufschrei der Besucher, als die Membran zerriss
und das Wasser die Füsse der Besucher benetzte.
Der einmalige Event fand im Sommer 2001 an der Koeln International School
of Design statt und dauerte etwa 30 Minuten. Ein Video mit Ausschnitten der
Präsentation kann hier
angesehen werden.
<Design> Michael Wolf
<Design> Bernd
Eischeid
<Architecture> Till
Hoinkis
<Design> Siegbert
Dierke



